Drachenthron

Der Morgen danach...

Personenverzeichnis:

Gabi’ella, eine joviale Kriegerin und Bullenreiterin auf der Suche nach Ärger
Orthus, ein harter Söldner der zu stur zum Sterben ist
Lysander, ein charmantes unterhaltsames Mitglied der Sirgani
Erassmus, ein in Eis gehüllter Priester des Ellisars im Exil

Aus Lysander’s Traumtagebuch

Am nächsten Morgen halte schon früh ein Alarm durch das Lager der Karawane. Die Kaiserin-Witwe war entführt worden. Alle Wachen mussten sofort antreten. Basili wurde bereits ausgepeitscht und gleichzeitig aber Freiwillige gesucht. Gab’iella die Bullenreiterin und ihr Bulle Kyros, sowie der Söldner Orthus waren die beiden Glücklichen und sollten die Witwe zurückbringen. Während sich Gab’iella noch umhörte, suchte Orthus schon nach Spuren konnte aber keine finden. Stattdessen wurden beide die geballte Kompetenz der kaiserlichen Legionäre im speziellen der Scharlachroten Garde nun voll auf bewusst.

Nachdem direkt im Lager nichts gefunden wurde, hielten sie am Rand Ausschau und entdeckten etwas weiter entfernt im Süden ein anderes Lager. Sie beschlossen erst einmal ihre Suche dort fortzusetzen, wobei sich Erassmus den beiden dabei anschloss.

Im Lager trafen sie nur auf eine Sklavin, die sie aber direkt zu ihrem Herrn einen tanzenden Teufel brachte. Er gab sich auskunftsfreudig, behauptete aber alle Sklavinnen schon seit Wochen zu besitzen. Nach einer kurzen Diskussion zeigte er alle. Erassmus erkannte sogleich die Kaiserin-Witwe die aber nichts sagte, deshalb prüfte er ob es Lysander war indem er sein Hand leicht berührte und diese sich mit Eis überzog. Die anschließende Diskussion war recht lebhaft und von einigen Drohungen von Orthus und Gab’iella verfeinert, während der Teufel auf seinen Handelsvertrag von Caspian XXIII. pochte. Lysander sagte während der ganzen Zeit kein Wort. Man einigte sich, dass der Teufel und alle Sklavinnen zur Karawanen gebracht werden sollten. Dies dauerte einige Zeit, da erst sein Lager abgebaut werden musste.

Ihre Ankunft war lange ersichtlich so dass General Karindûr und Hofdame Nemira sie bereits erwarteten. Die Diskussionen gingen weiter und es nahm eine unglückliche Richtung als bewusst wurde, dass ein Teufel nur Jungfrauen mitnehmen würde, auch wenn er behauptete die Kaiserin-Witwe schon seit Wochen zu besitzen. Lysander sah seine Felle komplett davon schwimmen und wollte sich zumindest an dem Teufel rächen. Er behauptete der Teufel hätte ihn entführt und bekam durch das Halsband einen schweren Stromschlag. Trotzdem verlangte er, dass der Teufel streng bestraft werden sollte und konnte sich nach dem zweiten Schlag kaum noch auf den Beinen halten.

Nemira untersagte weitere Unruhe und verlangte die Jungfräulichkeit zu überprüfen. Nachdem dies geschehen war und sich eine betroffene Stimmung ausgebreitet hatte, besprach sie sich mit dem General. Beide kamen überein lieber jemanden der aussieht wie die Kaiserin-Witwe in der Karawane zu haben, als erklären zu müssen, wo sie abgeblieben sei. Deshalb kauften sie dem Teufel Lysander ab. Nachdem ihm Halsband und Armreifen abgenommen war, ließ er sich wortlos und ohne Gegenwehr in die Sänfte bringen. Etwas verwirrt blieben die anderen zurück und wurden noch einmal vom General belobigt, anschließend erhielten sie eine kleine Belohnung. Gab’iella die Lysander von früher kannte und Erassmus der sicher war, dass es sich Lysander um handelte, wollten aber nicht so leicht aufgeben.

Nemira schickte die anderen Hofdamen hinaus und forderte Lysander auf ihr alles zu erzählen, wozu er nur all zu gern bereit war. Außerdem schilderte er auch offen seine Vermutung, dass die richtige Apollonia wohl schwanger sei und dass dies ernsthafte politische Konsequenzen haben würde. Genauso vermutete er, dass es sich bei Apollonia und Nemira um Kaaz’Môdan Hexen handelt. Nachdem er Nemiras Blick bemerkte, befürchtete er kurz davor zu sein, aus dem Traum zu erwachen und dass gerade, wo es wirklich spannend würde. Nemira bestätigte dann auch, dass es das beste wäre ihn zu töten, da Lysander und Apollonia durch den Zauber verbunden seien und dieser enden würde falls einer der beiden tot wäre. Lysander konnte Nemira von seiner weiteren Nützlichkeit überzeugen und schwor dass er zumindest diese Nacht nicht mehr fliehen würde. Darauf wirkte sie einen Zauber und ihm wurde bewusst, dass es vielleicht nicht nur für diese Nacht sein würde.

Währenddessen hatten sich Gab’iella, Orthus und Erassmus beraten und wollten mehr erfahren. Deshalb ging Erassmus immer noch mit der Dienerkleidung der Karindûr zur Sänfte der Kaiserin-Witwe und wurde vorgelassen. Er wollte herausfinden ob Lysander nun Hilfe benötige oder nicht. Das Gespräch verlief eher einsilbig, wobei Lysander nie die Augen von Nemira abwandte. Auch waren die meisten Antworten eher ausweichend. Zum Abschied bedankte er sich und Erassmus sollte seinem Herrn ausrichten, dass die Kaiserin-Witwe gern das Buch haben würde, dass ihr von Arian angeboten worden war. Abends traf sich Erassmus wieder mit Gab’iella und Orthus und teilte seine Vermutung mit, dass etwas nicht stimmt und Lysander nicht offen um Hilfe bitten konnte. Gab’iella beschloss selbst nach dem Rechten zu sehen. Kurz entschlossen überredete sie eine ihrer Bullenreiter Schwestern den Legionär Titus zu verführen, was diese auch gleich tat. Während die beiden ihren Spaß hatten, nahm Gab’iella die Kleidung und Ausrüstung an sich und ging dann verkleidet zum Zelt der Kaiserin-Witwe. Ohne Probleme gelangte sie durch die anderen Wachen und betrat das Zelt.

Lysander hatte in der Zwischenzeit überlegt dass es nicht nötig sei keusch zu sein und es bestimmt interessant wäre die andere Seite kennen zu lernen. Da er Gab’iella nicht erkannte, nahm er sogleich die angebliche Chance war und fragte Nemira ob er nicht den Legionär nutzen könne, da die Kaiserin-Witwe sowieso keine Jungfrau mehr sein sollte. Mit einem Lächeln und einem Besuch mich später auch an Gab’iella verließ sie die beiden. Lysander wollte gerade Anweisung geben, dass sich der Legionär entkleiden solle, als Gab’iella sich zu erkennen gab. Etwas verlegen versuchte Lysander die Situation zu überspielen und fing an seine Geschichte zu erzählen. Er war noch nicht weit fortgeschritten als er nach kurzer Überlegung beschloss sie nicht dauernd erneut zu erzählen. Deshalb ging er zum Zelteingang an dem Basili Dienst Tat und befahl ihm Erassmus und Orthus zu holen, da ein Legionär ihn nicht befriedigen würde. Darauf bot sich Basili an auch noch zu bleiben, wurde aber vertröstet. Nachdem alle im Zelt und mit Früchten und Wein versorgt waren, erzählte Lysander nun aber die ganze Geschichte bis jetzt und auch seine Vermutungen. Darauf entbrennen heftige Diskussionen wie weiter vorgegangen werden soll. Pläne wurden erstellt, aber gleich wieder verworfen. Lysanders bestreben war es natürlich seinen Körper und sein Leben zurück zu bekommen.

Erassmus hielt es auch für einen guten Augenblick die anderen über den Rubin aufzuklären, den Arian bei ihm zurück gelassen hatte. So erzählte er alles was er darüber wusste und was passiert war. Als er gerade geendet hatte explodierte der Schminkspiegel im Zelt und zwei Wirbelstürme gefüllt mit den Scherben griffen Erassmus an. Nach einem heftigen Kampf konnten sie die Angreifer besiegen. Da sie hauptsächlich Erassmus angegriffen hatten, war dieser ziemlich schwer verletzt worden. Bevor sie sich aber ausruhen konnte stürmten schon ein paar der scharlachroten Gardisten das Zelt. Lysander schickte sie aber sofort wieder hinaus. Anscheinend hatte er langsam das richtige Auftreten, da sie ohne zu zögern gehorchten. Nachdem sie wieder unter sich waren, entpuppte sich als guter Gastgeber und Gesellschafter, so dass die meisten Wunden durch die Ruhepause schnell heilen konnten. Alle waren sich einig dass der Angriff Erassmus und dem Rubin galt. Für heute sollte es genug sein und sie zogen sich zurück. Gab’iella brachte die Rüstung zurück bevor Titus sie vermissen würde, teilte ihrer Schwester aber noch mit, dass Nemira Titus heute auch noch sehen wolle.

Am nächsten Morgen wurde Titus tot aufgefunden. Nachdem dies bekannt wurde, verhielt sich Lysander wie ein vorbildliche Kaiserin-Witwe und webte das Leichentuch für den Kaiser. Die anderen hatten während des Tages ihre eigenen Aufgaben, machten sich aber jeder für sich seine Gedanken. Am Abend beschloss Lysander, Basili diesmal wirklich eine Chance zu geben und das Frau sein voll auszukosten. Erassmus hatte während des Tages eine Idee gehabt und betet deshalb Abends zu seinem Gott. Seine Gebete wurden erhöht und er erhielt einen Mondstein mit dem man in der Lage war die Gestalt eines anderen für einen Tag anzunehmen.

Später in der Nacht trafen sie sich alle wieder und fuhren fort Pläne zu machen. Es wurde überlegt Nemira oder den General zu töten, aber dies wurde bald wieder verworfen. Zu ungewiss war der Erfolg und die Konsequenzen. Vielmehr wurde genauer überlegt wie der Mondstein eingesetzt werden könne. Einer der besten Pläne war es gewesen, dass die Witwe bei der Überquerung des Njangdal ins Wasser fallen und ertrinken würde, dann könnte man ohne Probleme zurück reisen. Gab’iella bot sich an den Körpertausch zu machen, da sie eine gute Schwimmerin sei, aber Lysander war dagegen. Zum einen war der Fluss noch viel zu weit entfernt und zum anderen, wie hätte er mit Kyros umgehen sollen und sich von den anderen Bullenreiterinnen absetzen können. Er wollte so schnell wie möglich zurück sonst wäre der Vorsprung von Apollonia viel zu groß.

Dann hatten sie eine gute Idee. Gab’iella und Orthus hatten die Kaiserin-Witwe schon einmal gefunden und würden es bestimmt wieder. Deshalb beschlossen sie den Kontakt abzubrechen damit kein Verdacht aufkommen würde. Wenn Lysander die Gestalt eines Legionärs und dieser wie die Kaiserin-Witwe für einen Tag aussehen würde, könnte die Flucht gelingen. Erassmus sollte die Karawane schon früher verlassen unter dem Vorwand auf der Suche nach Arian zu sein. Das Geld für einen zweiten Laufvogel stellte Lysander mit kaiserlichen Schmuck. Sie beschlossen noch ein paar Tage zu warten, während Lysander eine brave Witwe sein sollte.

Am verabredeten Abend ließ sich Lysander einen Legionär ins Zelt bringen. Nachdem dieser eingeschlafen war, nahm er den Mondstein und verwandelte sich in diesen. Schnell nahm er die Ausrüstung und zog diese an. Unter dem Vorwand sich erleichtern zu müssen verließ er ohne weiteres das Lage und macht sich auf den Weg zurück. Erassmus der schon gestern das Lager verlassen hatte, wartete auf ihn. Sie brachen gegen Süden auf und rasteten ein paar Stunden später um auf die anderen zu warten.

Am nächsten Morgen wurde Gab’iella zu Nemira gebeten. Sie wurde befragt, wenn nicht sogar verhört, konnte aber versichern nicht von einer weiteren Flucht der Kaiserin-Witwe beziehungsweise Lysanders zu wissen. Jemand der wie die Witwe aussah behauptete ein Legionär zu sein. Nemira war sich sicher, dass dies stimmt und Lysander das Lager verlassen hat, darüber hatte sie ihr Zauber schon informiert. Der Plan ging auf und Gab’iella wurde beauftragt Lysander zurückzuholen. Gemeinsam mit Orthus brach sie kurze Zeit später auf. Nach ein paar Stunden trafen sich die vier und die Reise zurück zur Hauptstadt konnte weiter gehen.

Nach vier Tagen entdeckten sie am Rand der Straße eine Stelle an der es aussah als wäre Obsidian geschmolzen. Der Rubin reagierte auch darauf und verfärbte sich fast schwarz. Ein ungutes Gefühl beschlich alle, hier hatte wohl das Ritual stattgefunden, dass die Wirbel aus dem Spiegel beschworen hatte. Anscheinend war die Pyralis Gilde auch hinter dem Rubin her.

Noch etwa eine Tagesreise vor der Hauptstadt trafen sie auf dann Roxana und Morana. Nach einer kurzen Schimpftirade von Lysander und der Frage der beiden was der Rubin hier mache, einigte man sich erst mal alle auf den gleichen Stand zu bringen. Die beiden wussten zwar nicht was der Rubin wirklich bedeutete, aber er dürfe nicht zurück in die Hauptstadt, deshalb hatten sie ihn Arian anvertraut. Auf die Nachricht, dass Apollonia schwanger sei, reagierten sie sichtlich nervös, auch ihnen war klar, was dies für politische oder vielleicht sogar noch weiterreichende Auswirkungen dies haben könne. Lysander erwähnte auch die Vermutung von Nemira, er und Apollonia seien durch den Zauber verbunden und ob es dadurch nicht möglich wäre herausfinden wo sie sich aufhielt. Morana stimmte zu. Während sich die anderen ausruhten, hielt sie mit Lysander ein Ritual ab. Nach zwei Stunden war es gewiss. Apollonia hielt sich nicht mehr in der Hauptstadt auf, sondern am Rânab, dem See der Schatten auf.

Nach kurzer Besprechung brachen Lysander und Gab’iella zum See auf.

Comments

Blacky

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.